Alumentary: Alu vs. Stahl – Das sind die Unterschiede

Ob Aluminium oder Stahl die bessere Wahl ist, hängt stark von der jeweiligen Anwendung ab. Beide Werkstoffe haben in der industriellen Praxis klare Stärken und Grenzen. In vielen Einsatzfeldern der Verbindungstechnik bietet Aluminium jedoch spezifische Vorteile, insbesondere wenn geringes Gewicht gefordert ist.
Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Dichte: Aluminium besitzt mit etwa 2,7 g/cm³ nur rund ein Drittel der Dichte von Stahl. Dadurch lassen sich Bauteile und Verbindungselemente mit deutlich geringerer Masse realisieren. Dies kann sich je nach Anwendung positiv auf Energiebedarf, Dynamik und Handhabung auswirken.
Gerade bei Temperaturschwankungen spielt die Werkstoffpaarung Aluminium/Aluminium ihre Stärken aus. Durch die ähnliche Wärmeausdehnung von Schraube und Bauteil fallen temperaturbedingte Änderungen der Vorspannkraft im Vergleich zu Stahlschrauben häufig geringer aus. Bei Stahlschrauben in Aluminiumbauteilen oder -konstruktionen kann die Vorspannkraft unter thermischer Beaufschlagung aufgrund des deutlich abweichenden Ausdehnungsverhaltens hingegen stärker abnehmen.
Bei Aluminium/Aluminium-Verbindungen ist das Risiko galvanisch bedingter Kontaktkorrosion im Vergleich zu Stahl/Aluminium-Kombinationen häufig geringer, da die elektrochemische Potentialdifferenz kleiner ist. Je nach Einsatzbedingungen kann sich dadurch der Bedarf an zusätzlichen Schutzmaßnahmen wie Beschichtungen reduzieren. ESKA Aludrive®-Schrauben werden deshalb standardmäßig lediglich mit einem Gleitmittelauftrag zur gezielten Einstellung der Reibwerte geliefert.
Welcher der beste Werkstoff ist, ist dabei immer von der gewünschten Anwendung und den Anforderungen abhängig.

